Mamma-Screening

Mamma-Screening
 

«Sind Tumore noch unter
1 cm gross, haben sie zu über 90% noch keine Ableger gebildet.»

Was ist das (kontrollierte) Mamma-Screening?

Ein Brustkrebs-Früherkennungsprogramm für Frauen ab 50 Jahren, denen angeboten wird, alle 2 Jahre eine Mammografie durchführen zu lassen (üblicherweise erfolgt das Aufgebot in der Zeit um einen "geraden" Geburtstag). Die Teilnahme ist freiwillig. Die Programme unterliegen hohen Qualitätsnormen, zum Beispiel wird jede Mammografie von zwei Radiologen / Radiologinnen unabhängig voneinander beurteilt (double-reading). Wenn diese nicht zum selben Resultat kommen beurteilt ein dritter erfahrener Radiologe / eine weitere Radiologin definitiv oder es wird eine sogenannte Konsensus-Konferenz durchgeführt. Auch die Geräte, mit denen die Mammografien durchgeführt werden, unterliegen sehr strengen Qualitätskontrollen. Die Mammografien werden nur in zugelassenen Röntgeninstituten durchgeführt.

Warum ist Screening wichtig? Warum ist es wichtig, dass ein Brustkrebs früh entdeckt wird?

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen (etwa jede 8. Frau wird im Laufe des Lebens mit der Diagnose konfrontiert, 80% im Alter über 50 Jahre). 3 von 4 beim Screening entdeckte bösartige Tumore sind nicht tastbar, oft klein. Wenn sie unter 1 cm gross sind, haben über 90 % noch keine Ableger gebildet, sind ein lokales Problem. Mit zunehmender Grösse nimmt die Gefahr zu, dass irgendwo sonst im Körper Tumorableger vorhanden sind.

Beim Brustkrebs ist es von entscheidender Bedeutung, ob ein Tumor noch klein und lokal ist oder schon Ableger gebildet hat und damit systemisch ist. So ist bei einem kleineren lokalisierten Befund häufig eine brusterhaltende Operation möglich und es kann vermieden werden die ganze Brust entfernen zu müssen. Auch sind die Behandlungsmöglichkeiten bezüglich Chemotherapie und Strahlentherapie weniger belastend, erlauben eine schonendere Behandlung und tragen später zu einer besseren Lebensqualität bei.

Überdiagnose:
Meint bösartige Tumore, die ohne Mammografie nie entdeckt worden und nie behandlungsbedürftig geworden wären. Es gibt nämlich kleine Tumore, die langsam oder gar nicht wachsen und keiner Behandlung bedürfen. Da zum Zeitpunkt der Diagnose aber nicht bekannt ist, wie sich der Tumor weiter entwickelt und ob er gesundheitliche Probleme verursachen wird, erfolgt dennoch eine Behandlung gegen Brustkrebs.

Falsch-positive Resultate:
Werden bei der Mammografie Auffälligkeiten entdeckt, die sich nach weiteren Abklärungen als gutartig herausstellen und kein Brustkrebs vorliegt, spricht man von falsch-positiven Resultaten.

Falsch-negative Resultate:
Wird die Mammografie als unauffällig beurteilt, obwohl Brustkrebs vorliegt, spricht man von falsch-negativen Resultaten.

Weitere Informationen:

 

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